Warum ich so wenig schreibe

– und so unregelmäßig

Das liegt daran, weil ich reise. Nicht, dass ich sonst Zuhause mehr schreiben würde – aber hier möchte ich manchmal einfach nicht. Manchmal ist ein Text auch schon wochenlang fertig, er findet aber einfach nicht seinen Weg in das www. Ich bin schließlich hier, um hier zu sein. Um Erfahrungen zu machen, das leben aufzusaugen, in Kontakt treten – und nicht hier zu schreiben. Es ist schon leichter faul mit einem Bier irgendwo zu sitzen, hands down.

Das Problem daran: Schreiben tut mir gut. Wie meditieren. Wie laufen gehen. Ich bin entspannter, aktiver, freundlicher (zu Connys Freude). Also warum schreibe ich nicht zb jeden Tag?
Naja, warum geh ich nicht jeden Tag laufen? Und warum meditiere ich nicht jeden Tag? Der Wille ist da, aber alles andere (Fleisch, Geist) ist schwach. Zugegeben, es ist etwas schwierig, wenn man sich alle 4 Tage an einem Ort befindet und dazwischen auch noch Hostel wechselt. Es gibt dann keine täglich Laufstrecke, oder den perfekten Medidationsplatz.
Mein Lieblingsrat in Büchern fürs meditieren:

Suchen Sie sich 1. einen ruhigen Platz, an dem sie 2. ungestört sind und den sie 3. regelmäßig aufsuchen können.

1. nope
2. nope
3. nope

Vielleicht sollte ich mir meinen Wäschesack über den Kopf ziehen, der ist zumindest immer gleich und dunkel, also ist der Ort egal. Regelmäßig will ich das aber nicht machen.

Laufen:

Mit dem Laufen ist es ähnlich. Vor 2 Wochen waren wir noch auf über 3000m (da war ich sogar Laufen. Ich hab bs jetzt das Gefühl, keine Luft zu bekommen.). Dann am Meer in Iquique mit angenehmen 20 Grad. Jetzt am Meer mit 35 Grad im Schatten. Ehrlich, das Schlaucht. Schon mal versucht nach 26 Stunden Anreise am nächsten Tag laufen zu gehen? Ist ein bisschen wie mit einem Kater. Und nachdem es hier so heiß ist, bedeutet laufen gehen mit Sonnenaufgang aufstehen.

Schreiben:

Wir sind jetzt knapp über der Hälfte unserer Reise – und Wahnsinn, haben wir viel erlebt. Wenn wir jetzt nach Hause reisen würden, wäre ich rundum zufrieden (wenn ich daran denke wie toll die nächste Hälfte wird, will ich nie wieder nach Hause).
Auch das ist anstrengend. Dauernd neue Leute, neue Orte, neue Stimmungen, neues Bett, neues Essen (der Magen Darm Trakt ist in einen Sitzstreik gegangen. Bedeutet: Er grummelt, ich sitze am Klo. Oft.)
Eine gewisse Grundmüdigkeit stellt sich ein. Da möchte man nicht immer gleich noch was schreiben.

Aber, und das ist ein großes aber, es tut mir gut. Also ist der Plan für die zweite Hälfte: Eine Regelmäßigkeit etablieren. Wie ihr den Fortschritt messen könnt? Ihr seht ja, wie oft etwas von mir online gestellt wird 😉

 

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