Sprachproblem No. I

oder: 5 Jahre Spanisch in der Schule – Vamos a la playa!?

Ich quälte mich vor einigen Jahren durch diese Sprache, inklusive einer lieben Professorin, verzweifelten Kollegen und einer Nachprüfung (logisches Resultat bei meinem Lernaufwand), die schlußendlich bestanden wurde.
Kaum hatte ich den Zettel “Matura” in der Hand, sprach ich 10 Jahre lang kein Wort Spanisch mehr.

Aufgrund dieser ausgezeichneten Ausgangslage erwartete ich mir viel von meinen Sprachkünsten.
In unserer ersten Station, Madrid, galt es die Schlüssel für unser AirBnB beim benachbarten Minimarket abzuholen.
Schon im Flieger bereitete ich mich auf diese Unterhaltung vor:
Lieber höflich: “Buenos dias, somos amigos de Lisa (unser Host). Por favor, la llave de la habitación de Lisa.”
Oder doch direkt zum Punkt kommen: “Hola, soy Georg, la llave de Lisa por favor.”

Zusammengefasst: schon der erste Test. Hatte ich doch noch groß erklärt, dass Spanisch kein Hindernis auf dieser Reise sein würde. Kurz vorm Minimarket ein letzter Blick in den Sprachführer und auf ins (Spanisch-) Abenteuer.

Ich: (Nervös) “Hola, somos amigos de Lisa.”
Minimarkt Besitzer: (gelangweilt) “?Como te llamas?”
Ich: (überfordert) “Muy bien, gracias.”
Minimarkt Besitzer: (belustigt, auf Englisch) “Name!”
Conny: (aus dem Off) “Der wü wissen, wie du haast”

Natürlich führte dies zur nächsten Komplikation, da nicht ich, sondern Conny das AirBnB gebucht hatte. Die weitere Konversation verlief dann ähnlich verwirrt: “Georg” – seine Schlüssel untersuchend: “Nooo….” “Ah sorry, Kern” – belustigter Blick – “Maybe Conny?”.
Mit dem Schlüssel bewaffnet musste ich mir eingestehen, dass der eine oder andere Blick in ein Spanisch Buch vorab hilfreich gewesen wäre.

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